FAQ
RATGEBER ZUR FASSADENBEGRÜNUNG
Hier finden Sie Antworten auf zentrale Fragen rund um Fassadenbegrünung, Planung, Statik, Brandschutz, Technik, Wartung, ESG sowie Kosten und Wirtschaftlichkeit. Die Inhalte sind klar in übersichtliche Themenbereiche gegliedert und werden fortlaufend ergänzt. So erhalten Sie jederzeit verlässliche und fundierte Informationen zu vertikaler Begrünung und den Begrünungssystemen von Vertiko.
Grundlagen Fassadenbegrünung
Warum Fassadenbegrünung?
Fassadenbegrünung schafft eine klimaaktive Fassade, verbessert Energieeffizienz und steigert den ökologischen wie wirtschaftlichen Wert von Gebäuden. Sie wirkt als technische Funktionsschicht, erhöht Aufenthaltsqualität und unterstützt ESG-Ziele in Neubau und Bestand.
Fachliche Hauptpunkte (Grundlagen der Fassadenbegrünung)
- Ökologische Funktion: Mikroklima-Verbesserung durch Verdunstungskühlung, Feinstaubbindung, Förderung einer Biodiversitätsfassade sowie Beitrag zu Regenwassermanagement und Abflussreduktion.
- Gebäudeperformance: Reduzierte Fassaden- und Umgebungstemperaturen, moderate Energieeinsparungen durch Beschattung und zusätzliche Dämmeffekte; akustische Dämpfung je nach Systemaufbau.
- Planung & Systeme: Auswahl zwischen Rankgittersystem (ClimbingBASE) und Wandgebundenes System (LivingWALL, LivingPANELS) abhängig von Architektur, Statik, Wartung und CapEx/OpEx.
- Wirtschaftlichkeit: Verlängerte Lebensdauer der Gebäudehülle sowie potenzieller ROI durch Energieeinsparungen und Wertsteigerung klimaaktiver Fassaden.
- ESG & Zertifizierung: Relevante Credits für DGNB, LEED und BREEAM (Mikroklima, ökologische Qualität, Regenwassermanagement, Biodiversität).
Technische Details
Systemaufbau:
- Rankgittersystem: leichte, kletterpflanzenbasierte vertikale Begrünung.
- Living Panels: modulare vorkultivierte Elemente.
- Living Wall System: vollflächige, aktiv bewässerte Pflanzmatten und Substratmodule.
Lasten (Vertiko-Systeme)
- LivingWALL: Gesamtgewicht < 35 kg/m² (wassergesättigt)
- LivingPANELS: Gesamtgewicht < 50 kg/m² (wassergesättigt)
- Rankgittersysteme: Lasten variieren je nach Pflanzenart, Wuchsform und Vegetationsdichte (typisch sehr geringe Zusatzlasten auf der Unterkonstruktion). Lastabtrag in die systemintegrierten Fertigfundamente
Im Marktvergleich gehören beide Vertiko-Systeme zu den leichtesten Living Wall Lösungen, was die statische Integration in Bestands- und Neubauten deutlich vereinfacht.
Bewässerung:
- Automatisierte Bewässerungs- und Düngungssysteme; essenziell für nachhaltige Funktion und Lebensdauer der Fassadenbegrünung.
Substrate:
- Leichte mineralische, strukturstabile Substrate oder Vlies-/Modulsubstrate; langfristige Nährstoffstabilität entscheidend.
Konstruktion:
- Hinterlüftung, korrosionssichere Befestigungen, definierte Abstandsprofile
Monitoring:
- Sensorik für Feuchte, Nährstoffe, Durchfluss; ideal zur Reduzierung von OpEx.
Risiken / typische Fehler:
- Unzureichende Bewässerung, ungeklärte Schnittstellen zur TGA, mangelhafter Wurzelschutz, keine brandschutztechnische Trennung.
Gebäudetyp-spezifische Besonderheiten
- Rechenzentrum: Reduktion von Solarwärmeeintrag, Verbesserung der Kühlsystemeffizienz, klimaaktive Fassade für thermische Stabilität.
- Logistikhalle: Stärkung ESG-Profil, ökologische Logistikimmobilie, großflächige Rankgittersysteme als kosteneffiziente Lösung.
- Schulen: Verbesserung des Mikroklimas auf Pausenhöfen, pädagogischer Mehrwert, grüne Schulgebäude.
- Krankenhaus: Förderung von Healing Architecture, Verbesserung von Luftqualität & Aufenthaltsqualität.
- Wohngebäude: Lärmminderung, mikroklimatische Verbesserung in dicht bebauten Quartieren.
- Bürogebäude: Energieeinsparungen, attraktive klimaaktive Fassade zur Mieterbindung.
- Allgemein: Erhöhung der Biodiversität
Praxisempfehlungen für Bauherren / Architektur / GU
- Frühzeitige Integration in LPH 1–3, insbesondere Schnittstellen zu Statik, Brandschutz und TGA.
- Klare Abgrenzung zwischen CapEx (System) und OpEx (Wartung Fassadenbegrünung).
- Für aktiv bewässerte Systeme: gut zugängliche Wartungs- und ServicepunktesowieMonitoring zur frühzeitigen Erkennung von Störungen. Je nach Gebäudetyp zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wieLeckage-Sensorik, Abschaltventile oder segmentierte Bewässerungskreise.
- Brandschutz: Einhalten horizontaler Brandsperren, Auswahl nicht brennbarer Trägermaterialien.
- Wirtschaftlichkeit: ROI Fassadenbegrünung durch Energieeinsparungen, Premium-Faktor der grünen Gebäudehülle und verlängerte Nutzungsdauer der Fassade.
Zusammenfassung – Warum Fassadenbegrünung?
- Fassadenbegrünung verbessert Energieeffizienz, Mikroklima (Verdunstungskühlung), Luftqualität und ökologische Gebäudewirkung.
- Zusätzliche Vorteile: akustische Dämpfung je nach System, Regenwasserrückhalt sowie Förderung urbaner Biodiversität
- Auswahl aus Rankgitter, LivingPANELS und LivingWALL Systemen je nach Budget und Ziel.
- Bewässerung, Lasten und brandschutztechnische Trennungen sind zentrale Planungsfaktoren.
- Relevante Vorteile für Rechenzentren, Büros, Schulen, Krankenhäuser und Logistik.
- Frühzeitige Planung + professionelles Monitoring = maximale Lebensdauer Fassadenbegrünung.
Haben Sie Fragen zu Ihrem Projekt oder benötigen Sie fachliche Beratung zur Fassadenbegrünung? Kontaktieren Sie uns gerne.
Was ist Fassadenbegrünung?
Fassadenbegrünung bezeichnet die gezielte Begrünung von Außenwänden durch vertikale Begrünungssysteme wie Living Wall Systeme, Living Panels, Rankseile oder Gittersysteme. Sie dient als klimaaktive Fassade, steigert die Gebäudeperformance, verbessert Mikroklima und ESG-Werte und schafft eine nachhaltige, biodiversitätsfördernde Gebäudehülle.
Fachliche Hauptpunkte (Grundlagen) Fassadenbegrünung
- Definition: Technisch geplante, dauerhaft betriebene Begrünung von Fassaden mit bodengebundenen oder wandgebundenen Systemen.
- Systemtypen:
- Wandgebundene Living Walls (Vertiko LivingWALL und LivingPANELS)
- Rankgerüstsysteme für bodengebundene Pflanzen (Vertiko ClimbingBASE)
- Ziele: Reduktion urbaner Wärmeinseln, Energieeinsparung, Regenwassermanagement, Verbesserung von Aufenthaltsqualität und ESG-Performance.
- Planungsrelevanz: Integration in Fassadenplanung, Statik, Bewässerungsinfrastruktur, Wartungskonzept, Brandschutzanforderungen.
Technische Details Fassadenbegrünung
Systemaufbau
- Wandgebundene Systeme bestehen aus einer Unterkonstruktion, Substratkassetten oder Textilmatten, integrierter Bewässerung und Sensorik (Monitoring).
- Rankgitterlösungen benötigen definierte Abstände zur Fassade und kalkulierte Lastannahmen (Ständige & Veränderliche Lasten)
Lasten
- LivingWALL Gesamtgewicht von < 35 kg/m² (wassergesättigt)
- LivingPANELS Gesamtgewicht von < 50 kg/m2 (wassergesättigt)
- Rankgittersysteme: Lasten abhängig von Pflanzenarten und Bewuchsdichte.
Bewässerung
- Automatisierte Bewässerung
- Vertiko: individuelle Bewässerungslösungen für jedes Projekt
- Empfehlung: Sensorik für Feuchte, EC, pH und Leckageüberwachung.
- Bei Rechenzentren: besondere Anforderungen an Leckageschutz und Redundanzen.
- Automatische Düngung, individuell auf jedes Projekt abgestimmt.
Substrate
- Strukturstabile mineralische Substratmischungen mit hoher Wasserspeicherung und ausreichender Luftporenquote.
- Keine humusreichen Substrate (Zersetzung / Setzung).
Konstruktion
- Hinterlüftete Installation zur Feuchteregulierung
- Brandschutztrennungen gemäß Systemzulassung, Vegetationsunterbrechung über Brandabschnitte hinweg.
Monitoring
- Digitale Betriebsüberwachung für Bewässerung, Durchfluss, Düngermanagement, Fehlererkennung.
Typische Risiken
- Statische Herausforderungen
- Unzureichendes Dünger- und Bewässerungsmanagement
- Falsche Pflanzenauswahl (Exposition: Südwest-Lagen vs. Nordseiten)
- Nicht berücksichtigte Wartungszugänglichkeit
- Fehlende Brandschutztrennungen
Gebäudetyp-spezifische Besonderheiten bei Fassadenbegrünung
- Rechenzentrum: Hohe Anforderungen an Leckageschutz, klimaaktive Fassade zur Reduktion von Wärmelasten.
- Logistikhalle: Großflächige Rankgittersysteme zur ESG-Optimierung und Zertifizierung.
- Schule: Pädagogisch wertvolle Biodiversitätsfassade, geringe Emissionswerte, robuste Pflanzen.
- Krankenhaus: Teil einer gesundheitsfördernden, naturbasierten Architektur mit verbesserter Luftqualität.
- Bürogebäude: Klimaaktive Fassade zur Reduktion der Kühllast.
- Wohngebäude: Fokus auf sommerlichen Wärmeschutz und Aufenthaltsqualität. Bindung von Feinstaub
Praxisempfehlungen für Bauherren / Architekten / GU
- Bereits in LPH 1–3 eine vollständige Fassadenbegrünung-Planung einbinden (Statik, Haustechnik, Brandschutz, Entwässerung).
- Immer RAL-zertifizierte Systeme für Fassadenbegrünung mit geprüften Brandschutzdetails wählen.
- Wartung Fassadenbegrünung vertraglich als Bestandteil des Betriebs sicherstellen (2–4 Wartungen/Jahr).
- Für ein optimales ROI: Fassadenbegrünung Monitoring und effiziente Bewässerungssteuerung integrieren.
- Gebäudetyp-spezifische Anforderungen früh klären (z. B. Rechenzentrum: redundante Absicherung der Bewässerung).
Zusammenfassung – Was ist eine Fassadenbegrünung?
- Fassadenbegrünung = technische, dauerhaft betriebene vertikale (teils horizontale) Begrünung.
- Systeme: Living Wall, Living Panels, Rankgittersysteme.
- Vorteile: klimaaktive Fassade, ESG-Boost, Energieeinsparung.
- Wichtig: Bewässerung, Brandschutz, Tragfähigkeit, Wartung.
- Geeignet für Büro, Wohnen, Schule, Logistik, Krankenhaus, Rechenzentrum.
Haben Sie Fragen zu Ihrem Projekt oder benötigen Sie fachliche Beratung zur Fassadenbegrünung? Kontaktieren Sie uns gerne.
Was ist der Unterschied zwischen einer LivingWALL und einer klassischen Fassadenbegrünung?
Eine LivingWALL ist ein vollflächiges, vorgehängtes, hinterlüftetes Fassadenbegrünungssystem mit integrierter Bewässerung, vorkultivierten Pflanzen und definierter Substratstruktur.
Eine klassische Fassadenbegrünung basiert überwiegend auf bodengebundenen Kletterpflanzen und benötigt nur geringe Technik, Wartung und Investitionskosten.
Fachliche Hauptpunkte (Grundlagen – Systemvergleich)
- Vorgehängte, hinterlüftete vertikale Begrünung mit aktiver Bewässerung.
- Sofortbegrünung durch Vlies-Substrat-System oder vorkultivierte Module.
- Präzise Kontrolle von Wachstum, Feuchte, Nährstoffen.
- Höhere CapEx/OpEx, aber bessere Funktionsstabilität und klare gestalterische Wirkung.
Klassische Fassadenbegrünung (z.B. Vertiko ClimbingBASE)
- Bodengebundene Kletterpflanzen an Rankhilfen.
- Geringere Systemlasten, sehr niedrige Wartungs- und Betriebskosten.
- Längere Entwicklungszeit bis zur Vollbegrünung.
- Stark abhängig von Standort, Bodeneigenschaften, Pflanzenauswahl.
Technische Details
LivingWALL – technische Merkmale
- Systemaufbau LivingWALL: Unterkonstruktion, Vlies-Substrat-System, Pflanzen
- Systemaufbau LivingPANELS: Unterkonstruktion, vorkultivierte LivingPANELS
- Bewässerung: Automatisch gesteuert, saisonal angepasst, abgestimmte Nährstoffdosierung, optional Monitoring.
- Lasten:
- LivingWALL < 35 kg/m² (wassergesättigt)
- LivingPANELS < 50 kg/m² (wassergesättigt)
- Pflanzentypen: Stauden, Gräser, Halbsträucher, kleinwüchsige Gehölze.
- Risiken: Bewässerungsausfall, unzureichende Wartung, fehlende Drainage.
Klassische Systeme – technische Merkmale
- Rankgitter/Seilsysteme (Stahl/Alu), Verankerung in Tragwerk oder VHF.
- Pro Kletterpflanze ca. 1m³ durchwurzelbaren Raum zur Verfügung stellen
- Sehr geringe Zusatzlasten (meist 15–40 kg/m² inkl. Rankhilfe, je nach Pflanzenlastklasse).
- Minimal technische Komponenten → niedrige Störanfälligkeit.
Gebäudetyp-spezifische Besonderheiten
Rechenzentren & Logistikhallen
- LivingWALL, LivingPANELS: steuerbare, klimaaktive Fassade (Verdunstungskühlung).
- Klassisch: robust, kosteneffizient, geringe Wartung.
Büro- und Wohngebäude
- LivingWALL, LivingPANELS: repräsentative, dicht bepflanzte grüne Gebäudehülle, Biodiversität.
- Klassisch: langfristig günstige Lösung für ESG-Punkte.
Schulen & Krankenhäuser
- LivingWALL, LivingPANELS: kontrolliertes System für healing architecture, schnelle Wirkung.
- Klassisch: pflegeleicht, bestmöglich für große Flächen.
Praxisempfehlungen
Entscheidungskriterien
- Budget 900 – 1.200 €/m² → LivingWALL
- Sofortige Vollbegrünung → LivingWALL / LivingPANELS
- Minimale Wartung → Klassische Fassadenbegrünung
- Komplexe Geometrien → LivingWALL
- Lebenszykluskosten optimieren → klassisch
Planungsfehler vermeiden
- Zusätzliche, Lasten frühzeitig statisch integrieren (Systemlasten).
- Bewässerungsanschluss + Entwässerung einplanen.
- Wartungszugänge sicherstellen.
- Brandschutzkonzept abstimmen (insb. LivingWALL).
Zusammenfassung – Unterscheid Begrünungssysteme
- LivingSYSTEMS = volltechnische vertikale Begrünung mit Bewässerung, Vorkulturen, hoher Investition.
- Klassische Begrünung = bodengebundene Kletterpflanzen, geringe Technik, niedrige Kosten.
- LivingSYSTEMS bietet Sofortbegrünung, Klimaeffekte, Biodiversität – aber höhere Wartung.
- Klassisch punktet bei Lebenszykluskosten und Robustheit.
- Beide Systeme eignen sich für ESG & klimaaktive Fassaden.
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Welche Fassaden können begrünt werden?
Sowohl Rankgittersysteme wie die Vertiko ClimbingBASE als auch vorgehängt hinterlüftete Systeme (VHLS) wie die Vertiko LivingWALL und LivingPANELS können auf nahezu allen Fassadentypen eingesetzt werden. Entscheidend sind Tragfähigkeit, Fassadenaufbau, Lastabtrag, Feuchteschutz und die Anforderungen an ökologische Wirkung, Pflege und technische Integration.
Welches System passt zu Ihrem Gebäude?
Mit dem Vertiko Systemfinder können Sie anhand von Gebäudetyp, Begrünungsform, Begrünungshöhe, Wuchsform und Verankerungsgrund sofort das passende Begrünungssystem für Ihr Projekt ermitteln.
Fachliche Hauptpunkte
- Rankgitter eignen sich für massive Fassaden, WDVS, Holzbau und bestimmte Metallfassaden mit angepasster Befestigung.
- Vorgehängt hinterlüftete Systeme (VHLS) können auf allen massiven Fassaden sicher installiert werden; Wärmedämmverbundsystem (WDVS), Holzbau und Leichtbaufassaden sind möglich, benötigen aber klare statische und bauphysikalische Konzepte.
- Die Systemwahl hängt von ökologischer Zielsetzung, optischem Anspruch, Wartungsstrategie und Budget ab.
Technische Details Rankgittersysteme (z. B. Vertiko ClimbingBASE)
Geeignete Fassadenarten
- Massive Außenwände (Ziegel, Beton, Kalksandstein): sehr gut geeignet; hohe Tragkraft, einfache Befestigung.
- WDVS-Fassaden: möglich über zugelassene Spezialdübel, minimierte Punktlasten, Abstandhalter.
- Holzfassaden / Holzständerbau: möglich mit sorgfältiger Lastverteilung und korrosionsbeständigen Befestigungen.
- Metallfassaden / Sandwichpaneele: bedingt geeignet; Tragfähigkeit und Befestigungspunkte müssen im Detail geprüft werden.
Typische Einsatzkriterien
- Einsatz leichter Kletterpflanzen bis Lastklasse 4 bei ausreichendem Wandabstand möglich.
- Sehr geringe Zusatzlasten; statisch meist unkritisch.
- Günstig, pflegearm, prädestiniert für nachträgliche Begrünungen.
Vorteile
- Einfache Montage ohne komplexen Fassadenaufbau
- Geringe Kosten
- Mikroklimaeffekte (Verschattung, Abkühlung)
- Kaum technische Komplexität
Technische Details Vorgehängt hinterlüftete Systeme (Vertiko LivingWALL, LivingPANELS)
Geeignete Fassadenarten
- Massive Fassaden (Beton, Kalksandstein, Ziegel): optimal, hohe Lastreserven für Module und Schienen.
- WDVS-Fassaden: möglich und problemlos wenn die tragende Wand dahinter die Lasten aufnehmen kann.
- Holzbau / Holzständerfassaden: möglich mit Unterkonstruktion. Vertiko Living-Systeme sind zum Hinterlüftungsraum standardmäßig abgedichtet und benötigen kein Feuchteschutzkonzept.
- Metallkassetten / Leichtbaufassaden: nur nach präziser Prüfung; häufig über separate Unterkonstruktion realisierbar.
Typische Einsatzkriterien
- Systeme mit Substrat, integrierter Bewässerung, Sensorik und hinterlüfteter Ebene.
- Höhere Lasten (Module, Vegetation, Wasser).
- Ideal für Biodiversität, Verdunstung, klimaaktive Fassaden mit hoher ökologischer Wirkung.
Vorteile
- Maximale ökologische Leistung (5–10× mehr Vegetationsvolumen als Rankgitter)
- Funktioniert auch an vollsonnigen, stark erhitzten Fassaden
- Modulbauweise: planungssicher, langlebig, gut wartbar
Limits
- Höheres Gewicht → statischer Nachweis obligatorisch
- Höhere Investitions- und Betriebskosten
- Bedarf an Bewässerung, Wasseranschluss und regelmäßiger Wartung
Gebäudetyp-spezifische Besonderheiten
- Rechenzentren: VHLS für thermische Entlastung und kontrollierte Feuchteführung.
- Logistikimmobilien: große Fassadenflächen → Rankgitter besonders wirtschaftlich.
- Schulen/Krankenhäuser: Brandschutz- und Hygienekonzepte beachten.
- Büro- & Wohngebäude: Kombination aus Rankgitter (wirtschaftlich) und VHLS (repräsentativ, klimaaktiv) üblich.
Praxisempfehlungen
- Tragfähigkeit, Befestigungspunkte und Anschlüsse früh klären.
- Bewässerung, Wasseranschluss und TGA früh in die Planung einbinden.
- Für VHLS: statisches Konzept zwingend erforderlich.
- Wartungszugang definieren (Steigschutz, Gerüst, Hubarbeitsbühne).
- Pflanzenauswahl an Systemtyp, Himmelsrichtung und Mikroklima anpassen.
Zusammenfassung – Welche Fassaden können begrünt werden?
- Rankgitter wie die Vertiko ClimbingBASE: für fast alle Fassaden geeignet, kostengünstig, statisch leicht.
- Vorgehängt hinterlüftete Fassaden (VHLS) wie die Vertiko LivingWALL und LivingPANELS: für hohe ökologische Leistung und anspruchsvolle Architektur.
- WDVS, Holz- und Leichtbau nur mit definierten Befestigungssystemen.
- Systemwahl abhängig von Lasten, Bewässerung, Ökologie und Budget.
- Living Walls bieten maximale Biodiversität und Verdunstungsleistung.
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Planung & Schnittstellen
Wie schützt eine Fassadenbegrünung die Fassade?
Eine Fassadenbegrünung schützt die Gebäudehülle, indem sie UV‑Strahlung, Temperaturspitzen, Niederschlag und Schmutz von der Außenwand fernhält. Durch die klimaaktive, vertikale Begrünung sinken thermische und mechanische Belastungen deutlich, was sich positiv auf die Lebensdauer der Fassade auswirkt und Materialermüdung verhindert.
Fachliche Hauptpunkte
- Schutz vor UV‑Alterung durch vollständige Beschattung der vertikalen Begrünung
- Reduktion von Hitze‑ und Kälteextremen durch Beschattung und Verdunstungskühlung; geringerer thermischer Stress auf Putzsysteme und Dämmschichten.
- Dämpfung von Wind‑, Regen‑, Hagel‑ und Schmutzlasten
- Filtration von Feinstaub und Schadstoffen, dadurch geringere Fassadenverschmutzung
- Erschwerte Zugänglichkeit der Wandflächen → natürlicher Graffitischutz.
Technische Details
Vertiko LivingWALL und LivingPANELS bieten denselben baulichen Schutz wie das Rankgittersystem Vertiko ClimbingBASE:
- Eine hinterlüftete Montageebene schützt die Originalfassade.
- Zwischen Begrünung und Wand entsteht ein dauerhaft belüfteter Raum
- Dieser verhindert Feuchtigkeitsstagnation, da Regenwasser schneller abtrocknet und sich keine dauerhafte Feuchte an der Wand sammelt.
- Die Originalfassade wird zuverlässig vor Schlagregen, Feuchte und UV‑Strahlung geschützt.
- Der luftzirkulierende Zwischenraum wirkt zudem als thermischer Puffer, der Temperaturspitzen reduziert und Materialspannungen mindert.
Risiken/Fehlerquellen
Direkte Begrünung ohne Hinterlüftung auf beschädigten Fassaden; fehlende Wartung; unzureichende Bewässerungsplanung.
Praxisempfehlungen für Bauherren, Architekten, GU
- Frühzeitige Schnittstellenkoordination (Fassade, TGA, Statik, Entwässerung).
- Mindestanforderungen: Intakte Außenhülle, klare Lastabtragung, definierte Befestigungspunkte.
- Immer hinterlüftete Konstruktion wählen.
- Bewässerung als eigenständige TGA‑Anlage planen.
- Jährliche Wartung vertraglich fixieren (Vegetationsschnitt, Systemcheck, Bewässerung).
- Brandschutz: Pflanzenauswahl, Brandriegel und mineralische Substrate berücksichtigen.
Zusammenfassung – Wie schützt eine Fassadenbegrünung die Fassade?
- Fassadenbegrünungen schützen vor UV‑Strahlung, Hitze, Kälte und Niederschlag.
- Living Wall Systeme reduzieren Verschmutzung und Materialermüdung – insbesondere durch thermische Wechsel, UV‑Alterung und Feuchtezyklen, die sonst zu Mikrorissen, Versprödung oder Abplatzungen führen.
- Begrünte Fassaden mindern Schall und erschweren Graffiti.
- Die thermische Entlastung wirkt sich positiv auf die Lebensdauer der Gebäudehülle aus.
- Planung: Hinterlüftung, Bewässerung, Statik und Wartung sind die zentralen Schnittstellen.
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Welche Leistungsphasen deckt Vertiko ab?
Vertiko deckt alle planerischen und technischen Leistungen einer Fassadenbegrünung ab. Von der konzeptionellen Planung über Statik und Pflanzplanung bis zur Systemproduktion und Lieferung. Montage und Pflege erfolgen überwiegend über Partnerunternehmen.
Fachliche Hauptpunkte (Planung & Schnittstellen)
Vertiko fokussiert sich auf die vollständige technische Ausarbeitung und systemseitige Planung von Fassadenbegrünung und vertikaler Begrünung. Die Leistungen umfassen:
- Planung der Fassadenbegrünung
Entwicklung von Vorkonzept, Entwurfs‑ und Ausführungsplanung inkl. sämtlicher technischer Spezifikationen.
- Schnittstellenbereitstellung (keine aktive Koordination)
Vertiko interagiert primär mit dem Auftraggeber und erstellt detaillierte technische Vorgaben für Architektur, Fassadenbau und TGA, insbesondere für Bewässerung, Anschlusspunkte, Lastabtragung und Integration der Begrünung in die Fassadenkonstruktion.
- Statik und Befestigungskonzept
Ermittlung der Lastannahmen, Definition der Befestigungspunkte sowie Integration der Living Panels bzw. Living Wall Systeme in neue oder bestehende Fassaden.
- Pflanzplanung
Artenauswahl, Biodiversitätskonzepte, standortabhängige Pflanzenkompositionen und saisonale Leistungsfähigkeit.
- Systemherstellung / Konfektionierung / Lieferung
Produktion aller Module, Living Panels, Substrate und technischen Komponenten für die Fassadenbegrünung
Montage & Pflege:
- Montage nur in Ausnahmefällen durch Vertiko selbst
- Pflege / Wartung überwiegend durch Vertiko oder Partnerunternehmen
Praxisempfehlungen für Bauherren / Architekten / GU
- Frühzeitige Abstimmung der Lasten, Befestigungspunkte und Bewässerungsführung
- Gewerke Koordination (Fassade, TGA, Landschaftsarchitektur) unbedingt in LP3–5 klären
- Systemwahl nach Lebensdauer und Wartungsaufwand priorisieren
- Vertraglich definieren, wer Montage & Pflege übernimmt (Partnerunternehmen vs. Eigenleistung)
- Monitoring & Wartung fest einplanen, um langfristigen ROI sicherzustellen
Zusammenfassung – Leistungsphasen Vertiko
- Vertiko deckt die zentralen Planungs‑ und Ingenieurleistungen der Fassadenbegrünung ab: Planung, Statik, Pflanzplanung, Systemproduktion und Lieferung.
- Montage und Pflege werden durch Vertiko oder Partnerunternehmen ausgeführt.
- Besondere Bedeutung hat die frühzeitige Schnittstellenkoordination mit Fassade, Architektur und TGA
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Welche Informationen benötigt Vertiko zur Planung?
Vertiko benötigt für die Planung einer Fassadenbegrünung, sowohl für die vorgehängten Living-Wall-Systeme, wie die Vertiko LivingWALL oder LivingPANELS, als auch für Rankgittersysteme, wie die Vertiko ClimbingBASE, vollständige technische Projektinformationen zu Fassade, Lastreserven, Wasser‑/Stromversorgung, Befestigungszonen und brandschutzrelevanten Vorgaben. Diese Daten ermöglichen eine sichere und wirtschaftliche Systemauswahl.
Fachliche Hauptpunkte (Grundlagen Fassadenbegrünung)
- Klärung des Zielbildes: Gestaltung, Verschattung, Kühlung, Biodiversität
- Entscheidung zwischen Living Systemen und Rankgittersystemen
- Standort- und Fassadeneinflüsse: Orientierung, Wind, Mikroklima
- Vorgaben zu Pflege, Wartungszugang und FM-Ressourcen
Fachliche Hauptpunkte (Planung & Schnittstellen)
Projekt- und Architekturdaten
- Fassadenpläne, Schnitte, Ansichten, Detailknoten
- Angaben zum Fassadenmaterial und Schichtenaufbau
- Ausrichtung, Gebäudehöhe, Achsraster
- Lage von Öffnungen, Fluchtwegen, Wartungszonen
Schnittstellen & technische Infrastruktur
- Stromanschluss (nur bei LivingSYSTEMS)
- Wasser-/Zuleitungen oder Regenwasseranschluss
- Entwässerungspunkte (Abläufe, Rückführung)
- Zugangsmöglichkeiten für Wartung / Steigtechnik
- Information zu technischen Schächten oder Medienführungen
Befestigung & Statik
- Lastreserven und Dübelzonen der Fassade
- Tragfähige Unterkonstruktion für Module, Paneele oder Rankgitter
- Windsogzonen gemäß Gebäudegeometrie
- Unterlagen zur Korrosionsschutzklasse
Brandschutzanforderungen
- Brandschutzkonzept des Gebäudes
- Vorgaben zu Brandriegeln und Mindestabständen
- Materialklassen der Fassadenbaustoffe
- Spezifische Anforderungen bei Rankgittern (Brandlast der Pflanzen, Kletterpflanzenwahl)
Nutzungs-, Betreiber- und FM-Informationen
- Wartungs- und Pflegekonzept
- Budgetvorgaben (CapEx/OpEx)
- ESG- und Nachhaltigkeitsziele wie klimaaktive Fassade, Biodiversität, Verschattung
- Betriebsmodelle (z. B. FM übernimmt Pflege vs. externes Wartungsmodell)
Praxisempfehlungen für Bauherren / Architekten / GU
- Fassadenbegrünung (LivingWALL, LivingPANELS + ClimbingBASE) ab LPH 2–3 integrieren.
- Frühzeitig Dübelzonen, Unterkonstruktion und Fassadenaufbau klären.
- Bewässerungsführung gemeinsam mit TGA koordinieren.
- Pflanzenauswahl immer an Standort, Orientierung und gewünschter Pflegeintensität ausrichten.
- Brandschutzvorgaben systemabhängig prüfen: Living Wall ≠ Rankgitter.
- Ein Wartungs- und Monitoringkonzept bereits in der Planung festlegen.
Zusammenfassung – Welche Informationen benötigt Vertiko zur Planung?
- Vertiko benötigt vollständige Fassaden- und Infrastrukturinformationen.
- Befestigung, Lasten und Windsog müssen früh geprüft werden.
- Brandschutzvorgaben beeinflussen Systemwahl und Pflanzenwahl.
- Rankgitter wie ClimbingBASE benötigen weniger Technik, aber klare Befestigungs- und Pflanzflächenabstimmung.
- Ein abgestimmtes Bewässerungs‑ und FM‑Konzept ist entscheidend.
Haben Sie Fragen zu Ihrem Projekt oder benötigen Sie fachliche Beratung zur Fassadenbegrünung? Kontaktieren Sie uns gerne.